Programmübersicht

Krebsprävention - Ungenützte Möglichkeiten oder leere Versprechen ?

Das diesjährige Programm steht im Zeichen der Krebsprävention. Mit mehr als 3 Millionen Neuerkrankungen und 1,7 Millionen Todesfällen pro Jahr, stellt Krebs die zweithäufigste Todes- und Morbiditätsursache in Europa dar. In Österreich erkranken jährlich etwa 36.000 Menschen an Krebs. Vor diesem Hintergrund gewinnt Krebsprävention immer mehr an Bedeutung und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig innerhalb der Medizin geworden. Vor allem Krebs-Früherkennungsuntersuchungen (Krebs-Screening) sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Präventionsmedizin. Wissenschaftlich ist der Nutzen von Krebsprävention jedoch nicht unumstritten. Studien belegen, dass Krebsprävention mitunter auch mehr Schaden als Nutzen verursachen kann.

Evidenzbasierte Krebsprävention im 21. Jahrhundert sieht sich mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Einerseits werden Maßnahmen, die eine klare Reduktion des Krebsrisikos versprechen, nur von einer Minderheit der Bevölkerung angenommen - andererseits werden Interventionen beworben und durchgeführt, die durch Überdiagnose und nicht notwendige Behandlungen zu mehr Schaden als Nutzen führen.

Vor diesem Hintergrund steht das diesjährige Programm von EUFEP 2011 ganz im Zeichen der Krebsprävention und wirft die Frage "Krebsprävention - ungenutzte Möglichkeiten oder leere Versprechen?" auf. Teilnehmer erwerben bzw. erweitern Kenntnisse über die evidenzbasierte Prävention von Krebs und gewinnen einen Einblick in länderspezifische und globale Ansätze.

Die Kongress-Themen von EUFEP 2011:

  • Nationale und internationale Strategien im Kampf gegen Krebs
  • Möglichkeiten der Krebsprävention
  • Schaden und Nutzen von Krebsscreenings
  • Evaluation von Krebspräventionsprogrammen
  • Konsumenteninformationen zu Krebsprävention und Screenings
  • Gesundheitsökonomische Aspekte im Bereich evidenzbasierter Krebsprävention

 

Die Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch.

Simultanübersetzung der Vorträge und Diskussionsbeiträge wird gegeben sein.

 

Weitere Informationen finden Sie im detaillierten Programm: