EUFEP-Kongress 2013

Adipositasprävention - eine (ge)wichtige Herausforderung

12. bis 13. Juni 2013, Kloster Und in Krems

Vor dem Hintergrund der Wichtigkeit dieses Gesundheitsthemas werden im Rahmen des internationalen EUFEP Symposiums 2013 folgende Themengebiete behandelt:
  • Internationale und nationale Strategien zur Vermeidung von Adipositas
  • Evaluation von Adipositasprävention
  • ökonomische Aspekte in Bezug auf Übergewicht und Adipositas

 

Zu den internationalen Experten des Forums zählen:

    · Professor Elizabeth WatersJack Brockhoff Chair of Child Public Health, Coordinating Editor, Cochrane Public Health Group.

     

    · Dr. Tim Lobstein, executive director of the London-based non-profit organization The Food Commission and its sister organization The Food Information Trust. European co-ordinator of the International Association of Consumer Food Organizations.

     

    · Professor Boyd Swinburn, Alfred Deakin Professor of Population Health and Director of World Health Organization (WHO) Collaborating Centre for Obesity Prevention at Deakin University in Melbourne.

     

    Übergewicht und Adipositas zählen zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Sie sind bedeutende Risikofaktoren bei Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Muskel- und Skeletterkrankungen oder Krebs. Laut WHO (World Health Organization) stellen Übergewicht und Adipositas weltweit die fünfthäufigste Ursache für Sterbefälle dar – so sterben weltweit jährlich 2,8 Millionen Erwachsene bereits an deren Folgen. 2008 waren laut WHO über 1,4 Milliarden Erwachsene übergewichtig, adipös waren davon über 200 Millionen Männer und fast 300 Millionen Frauen. In Europa sind es etwa 20%, davon ist ein Drittel adipös. Die Anzahl übergewichtiger und adipöser Menschen steigt aber nicht nur in den Wohlstandsgesellschaften der industrialisierten Welt an, eine entsprechende Entwicklung ist auch in den Entwicklungsländern zu verfolgen. Glaubt man den derzeitigen Prognosen, wird bis 2030 die Mehrheit der Bevölkerung übergewichtig oder gar adipös sein. (Rokholm, Baker & Sorensen, 2010).

     

    Auch in den USA sind Übergewicht und Adipositas die zweithäufigste Ursache für vermeidbare Erkrankungen und Tod (Wang & Lobstein, 2008). Diese enorme Krankheitslast schlägt sich auch in hohen Zusatzkosten für die Gesellschaft nieder. In den USA wird die finanzielle Belastung auf 290 Milliarden US-Dollar und in Deutschland auf 10 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Dabei handelt es sich um medizinische Kosten, aber auch Aufwendungen für Invalidität und verlorene Produktivität werden berücksichtigt. Diese hohen gesellschaftlichen Kosten machen die „Adipositas-Epidemie“ daher zu einem prioritären Public Health Thema, dem sich die Gesundheitspolitik des 21. Jahrhunderts stellen muss.